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FDP trauert um Jugendrichterin Kirsten Heisig

Kirsten Heisig
Kirsten Heisig
Die Neuköllner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist tot. Sie war u.a. eine der Initiatorinnen des so genannten Neuköllner Modells. Die couragierte Richterin setzte sich erfolgreich dafür ein, dass durch beschleunigte Verfahren bei jugendlichen Straftätern erzieherische Wirkungen erzielt werden. Die FDP ehrte Heisig mit dem Bürgerinnenpreis "Liberta" für ihr Engagement. FDP-Parteivize Cornelia Pieper erklärte, die FDP trauere um eine "mutige und couragierte Frau".

Kirsten Heisig hatte sich im Kampf gegen Jugendkriminalität einen Namen gemacht. Seit Montag war die Berliner Richterin vermisst. Kirsten Heisig hat sich selbst getötet. Das ergab die Obduktion der Leiche, die Polizisten nach tagelanger Suche am Samstag in einem Waldstück gefunden hatten.

Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Cornelia Pieper zeigte sich "tief erschüttert" über den Tod der Richterin. Ihre Partei trauere um eine "mutige und couragierte Frau, die sich weit über ihren Beruf hinaus dem Kampf gegen Jugendgewalt verschrieben" habe, erklärte Pieper. Heisig habe sich um die Integration insbesondere von ausländischen Jugendlichen verdient gemacht. Damit sei sie bundesweit ein Vorbild gewesen.

Die FDP hatte die Richterin für ihr Engagement mit dem Bürgerinnenpreis Liberta geehrt. Laudatorin Necla Kelek lobte Heisigs "Mut und Tatkraft." Heisig sei eine weiterer Beleg dafür, dass "die Freiheit eine Frau" ist. Die deutsch-türkische Sozialwissenschaftlerin und Autorin würdigte die 47-jährige Berliner Jugendrichterin insbesondere dafür, dass es ihr gelungen sei, "einen geschlossenen Kreis" durch Prävention und Konsequenzen aufgebrochen zu haben. Denn: Heisig möchte das Problem der Jugendkriminalität bei seiner Wurzel bekämpfen und appelliert darum direkt an arabische und türkische Eltern.

Kelek fasste zusammen: "Sie kennt ihre Pappenheimer, die Intensivtäter, ihre Familien und Clans, veranstaltet Elternabende, trifft Lehrer, Quartiersmanager und Sozialarbeiter." Heisig mache ihren Beruf mit Leidenschaft. "Kirstin Heisig nimmt Stellung in einem Konflikt, in dem es um die Werte unserer Gesellschaft geht", so Kelek, die auf viele Nachahmer hofft.


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