Parteireform: Teilnehmer wünschen sich bessere Koordination bei den Vorständen
Auf knapp 20 Seiten zeigt das Konzept „Willkommen Bürgergesellschaft“, wie liberale Parteiarbeit in einem neuen Jahrzehnt aussehen kann. Dazu gehören unter anderem Möglichkeiten der Einbindung des politisch interessierten Bürgers in die Parteiarbeit, auch wenn er noch nicht Mitglied ist, aber auch die stärkere Dialogorientierung der Parteimitglieder vor Ort. Das umfasst auch den verstärkten Einsatz moderner Mittel der Kommunikation über das Internet.
Von den zahlreichen Vorschlägen des Konzepts hat die Bundesgeschäftsstelle acht ausgewählt, die sich nach ihrer Auffassung am leichtesten und schnellsten umsetzen lassen. Sie als Mitglied konnten nun abstimmen, welche Aktion Sie am besten finden.
Auch auf dem Bundesparteitag in Köln hatten Sie die Gelegenheit, sowohl off- als auch online Ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis liegt nun vor: Eine Mehrheit von 20 Prozent wünscht sich eine bessere Geschäfts- und Aufgabenverteilung in den Vorständen. Denn: Jedes Vorstandsmitglied ist für klar umrissene Politikbereiche zuständig. Das erleichtert die Arbeit und verbessert die Außendarstellung.
17 Prozent wünschen sich Mitmach-Elemente und Befragungen. Kampagnen und Schwerpunkte werden online zur Abstimmung gestellt. So werden diejenigen, an die sich die Botschaft richtet, stärker einbezogen und selbst Partner der Kommunikation. Auf Platz drei der Wunschliste ist die Neumitgliederbefragung und Nachwuchsförderung. Neumitgliedern wird in der Anfangsphase ihrer Mitgliedschaft mehr Orientierung gegeben. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Neumitgliedertreffen und ein „Neumitgliederinfo“ mit Antwortmöglichkeit. Der Nachwuchs wird stärker auf das „Mentoring-Programm“ aufmerksam gemacht.
Weitere elf Prozent plädiert für neue Veranstaltungsformen und zehn für eine Dialogoffensive, bei der der Bürger so direkt wie möglich angesprochen wird. Dazu gehört auch die Mitgliederwerbung in „Stilgruppen“. Sie orientiert sich also nicht mehr an klassischen Zielgruppen, sondern an liberalen Lebensstilen. Unter „Stilgruppen“ verstehen wir Personen, die sich über liberale Haltungen, Lebensgefühle und Werte wie Leistungsbereitschaft, Toleranz und Weltoffenheit, nicht mehr über Bildungsgrad, Status und Einkommen definieren.
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