Beerfeltz: Wir setzen auf Dialog - persönlich und auch virtuell
In der so genannten Mitmacharena werden die interaktiven Dialogangebote der Liberalen gebündelt und um weitere Tools erweitert. Ob my.fdp. das liberale Diskussionsforum oder die neue Plattform für den Wahlkampf in diesem Jahr: Während die anderen Parteien noch über ihren Strategien brüten und zaghafte Schritte wagen, wie sie Unterstützer im Internet für sich gewinnen können, verfügt die FDP bereits über ein breites Netzwerk für den Dialog mit den Bürgern.
"2009 wird ein Jahr der Entscheidungen", weiß Hans-Jürgen Beerfeltz. Im Berliner Thomas-Dehler-Haus wurde daher als Herzstück für die Kampagnenarbeit die Wahlkampfzentrale unter dem Titel "Ideenreich" installiert. Hier trifft sich eine Wahlkampfrunde bereits seit einigen Monaten regelmäßig, um die strategischen Grundlagen für das Superwahljahr 2009 zu bestimmen. Hier werden neue Ideen und Strategien ausgeheckt. "Wir wollen Herz und Bauch erreichen", so Beerfeltz.

Niebel bloggt
Mit zahlreichen Blogs wie denen von FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und Hans-Jürgen Beerfeltz oder Facebook-Gruppen - hier gibt es unter anderem "die Freunde des Liberalismus"zu finden - engagieren sich die Liberalen im Web 2.0 und den Social Communities. Für die FDP ist das Internet längst zu einem zentralen Medium geworden, um die Menschen zu erreichen. "Wir brauchen in diesem Jahr jede Menge Unterstützer, um unser Ziel des Politikwechsels zu erreichen", so Beerfeltz. Seit Jahren - und nicht erst mit dem heraufziehenden Wahlkampf 09 - verfügen die Liberalen über eine schlagkräftige Online-Redaktion, in der Journalisten über aktuelle politische Themen berichten und die Kampagnenarbeit der Partei im Internet vorantreiben.
FDP-Bundesgeschäftsführer Beerfeltz verfolgt zielstrebig weiter diese Internet-Strategie und setzt auch verstärkt auf virtuelle Formen der politischen Teilhabe im Web 2.0. Ein Baustein ist dabei unter anderem der Internet-Landesverband der Liberalen (FDP LV Net). Und wie man politische Teilhabe über das Web organisieren kann, zeigten die Liberalen zudem schon mit eigenen Programmdiskussionen im Netz. Dass sich der Einsatz lohnt, lässt sich nicht nur anhand der Umfragen und Wahlergebnisse aus den vergangenen Jahren ablesen. Immer mehr Bürger nutzen das Netz auch dazu, um Mitglied bei den Freien Demokraten zu werden. Oder um sich als Selbstdenker zum Liberalismus zu bekennen.
Auch mit der neuen Bürgerfonds-Website nach dem Vorbild des Online-Wahlkampfs von Barack Obama unterstreicht die FDP ihre Vorreiterrolle bei der politischen Internetarbeit in Deutschland. Die Unterstützer sind ab fünf Euro dabei und haben die Möglichkeit, auf der Homepage für die Spendenuhr der eigenen Veranstaltung zu spenden. Sie können bestimmen, ob das Geld einem bestimmten Themenbereich zufließen soll oder einem speziellen Anlass. Der Bürgerfonds verfolgt mit dieser Strategie das Ziel, den Wettbewerb zwischen den Parteien fairer zu gestalten. Denn: Im Bundestagswahlkampf 2005 hat die SPD satte 25 Millionen Euro und die CDU 20 Millionen Euro ausgegeben. Der FDP standen 3,5 Millionen Euro Budget zur Verfügung. Dieses Missverhältnis aufzuheben, daran arbeiten die liberalen Fundraiser.
Beispielhaft für den Ausbau der Web-Aktivitäten ist auch der YouTube-Channel der FDP-Fraktion unter youtube.com/FDP. Knapp 450.000 Besucher haben sich dort bereits ein Video angesehen. Vor kurzem gab es dafür sogar eine Nominierung für den Politikaward 2008.
- tagesthemen-Video: Parteien rüsten sich für den neunmonatigen Dauerwahlkampf - "Fricke & Solms" machen weiter Schlagzeilen (07.01.2008)



