Liberta: Bürgerinnenpreis für Gisela Wild
Mit dem von FDP-Partivize Cornelia Pieper im Rahmen der Frauenförderung der FDP ins Leben gerufene Bürgerinnenpreis Preis für "Engagement und Ehrenamt" sollen Frauen, die etwas Großartiges mit Vorbildcharakter für die Bürgergesellschaft leisten, geehrt werden. Pieper freute sich am Mittwochabend über die vielen Gäste, die in die Dresdner Bank am Pariser Platz gekommen waren. Es sein "eine schöne Premiere" für die Verleihung eines Preises für die Frauen, "die so frei waren, ihren eigenen Weg zu gehen." Ein Preis für Frauen, "die Spuren hinterlassen haben und die die Welt verändern wollen." Pieper zitierte in diesem Zusammenhang Maggie Thatcher, der ersten weiblichen Premierministerin Großbritanniens, die gesagt hat: "Wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau."
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Hans-Dietrich Genscher
Der FDP-Ehrenvorsitzende Hans-Dietrich Genscher knüpfte in seinem Grußwort daran an und unterstrich "die Richtigkeit dieser Worte". Er würdigte die "Liberta" als Ausdruck für eine "lebendige Gesellschaft". Genscher unterstrich das außergewöhnliche Engagement, den Mut, die Entschlossenheit und eine beachtliche Handlungskompetenz, die die Nominierten auszeichne. Er hob hervor, wie wichtig das Engagement der Nominierten auch "für die zukünftige Generation" sei. Für den FDP-Ehrenvorsitzenden ist der Preis überdies eine "urliberale Initiative".
Die Jury, zu der auch Maria von Welser, Direktorin NDR-Landesfunkhaus Hamburg, FDP-Parteivize Andreas Pinkwart und der freie Journalist Hajo Schumacher zählten, hatte vor diesem Hintergrund keine leichte Entscheidung zu fällen: Unter über fünfzig Vorschlägen genau diejenige auszuwählen, die am ehesten dem Anspruch gerecht wird, "nicht in eine bestimmte Schublade zu passen und auch nicht in irgendwelche Erwartungshaltungen gedrängt werden möchte und sich gleichzeitig um die Gemeinschaft verdient zu machen".
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Isabell Krone, Charlotte Feindt
und Cornelia Pieper
Nominiert waren dann die 84jährige Kölnerin Charlotte Feindt, die 43jährige Isabell Krone und die Hamburger Verfassungsrichterin Gisela Wild. Am Ende konnte letztere die von der Künstlerin Steff Bauer gestaltete, 16 Kilogramm schwere Marmorskulptur entgegen nehmen. Ob im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 1993, in dem sie für die FDP als Spitzenkandidatin antrat, als Rechtsanwältin, Verfassungsrichterin, Vertreterin der Klägerinnen im so genannten "Emma-Prozess" 1978 oder als sie 1983 gemeinsam mit Maja Stadler-Euler Verfassungsbeschwerde gegen das erste Volkszählungsgesetz einlegte. .
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Cornelia Pieper, Nadine Angerer, Hans-Dietrich Genscher, Gisela Wild, Guido Westerwelle
Gisela Wild war so frei, ihren eigenen Weg zu gehen. Dafür wurde die 76-Jährige mit dem erstmals vergebenen Bürgerinnenpreis der FDP ausgezeichnet. Sie nahm die Liberta "mit großer Freude an, für mich und für andere Frauen, die sich engagieren und mich als Vorbild nehmen, ihre Rechte durchzusetzen." Sie werde die Liberta "wie ein Fanal" vorantragen.



