FDP Bundespartei - Liberta, Auszeichnung, Bürgerinnenpreis, Frauen, Engagement, Ehrenamt, Preisverleihung

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Bürgerinnenpreis 2009 für Heisig* und Minz

[Kirsten Heisig* und Gabriele Minz mit der 'Liberta' in der Hand]
Kirsten Heisig* und Gabriele Minz mit der "Liberta" in der Hand
Was lange währt, wird endlich gut: Der Bürgerinnenpreis „Liberta“ 2009, der eigentlich schon im November verliehen werden sollte, aber aus Termingründen verschoben werden musste, ist in die Hände zweier weiterer würdiger Preisträgerinnen übergegangen: Gabriele Minz und Kirsten Heisig*. Die eine verbindet in beispielhafterweise Unternehmertum und bürgerschaftliches Engagement, die andere ist die Initiatorin des "Neuköllner Modells" , das auf Prävention und Konsequenzen setzt. Laudatorin Necla Kelek lobte Heisigs "Mut und Tatkraft." Heisig sei eine weiterer Beleg dafür, dass "die Freiheit eine Frau" ist.

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*Kirsten Heisig ist am 03. Juli 2010 tot aufgefunden worden.

Bürgerinnenpreis 2009 für Heisig und Minz

[Cornelia Pieper, Initiatorin der 'Liberta']
Cornelia Pieper, Initiatorin der "Liberta"
Mit dem Bürgerinnenpreis "Liberta" ehrt die FDP Frauen, die eine außergewöhnliche Leistung mit Vorbildcharakter für die Bürgergesellschaft erbringen. Cornelia Pieper (FDP), Initiatorin und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, erläuterte bei der feierlichen Abendveranstaltung im Berliner Museum für Kommunikation, einmal mehr ihr Motivation, diesen Preis zu stiften: "Wir werben für eine starke Bürgergesellschaft". Pieper zitierte in diesem Zusammenhang die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach, die geschrieben hat: "Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft."

Und für die beiden Preisträgerinnen der Liberta 2009 trifft das ohne Zweifel zu.

[Cornelia Pieper, Necla Kelek und Kirsten Heisig]
Cornelia Pieper, Necla Kelek und Kirsten Heisig
Die deutsch-türkische Sozialwissenschaftlerin und Autorin Necla Kelek, die auch zu den Nominierten gehörte, übernahm die Aufgabe, die Jugendrichterin Kirsten Heisig zu würdigen. Die gebürtige Istanbulerin hat über das Thema „Islam im Alltag" promoviert und forscht zum Thema Parallelgesellschaften. Aktuell unterstützt sie eine Gesetzesinitiative in Baden-Württemberg, Zwangsheiraten unter Strafe zu stellen.

Kelek würdigte die 47-jährige Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, die für das Rollberg-Viertel in Berlin-Neukölln zuständig ist, insbesondere dafür, dass es ihr gelungen sei, "einen geschlossenen Kreis" durch Prävention und Konsequenzen aufgebrochen zu haben. Denn: Heisig möchte das Problem der Jugendkriminalität bei seiner Wurzel bekämpfen und appelliert darum direkt an arabische und türkische Eltern. Kelek fasste zusammen: "Sie kennt ihre Pappenheimer, die Intensivtäter, ihre Familien und Clans, veranstaltet Elternabende, trifft Lehrer, Quartiersmanager und Sozialarbeiter." Heisig mache ihren Beruf mit Leidenschaft. "Kirstin Heisig nimmt Stellung in einem Konflikt, in dem es um die Werte unserer Gesellschaft geht", so Kelek, die auf viele Nachahmer hofft.

Heisig selbst sagte:"Ich bin dankbar und erleichtert. Erleichtert deshalb, weil meine Arbeit wahrgenommen wird, als das was es ist: Das Bemühen um Frieden, Freiheit und Gleichheit."

[Auch Bernd Wendeln gehört mit zu den Förderern]
Auch Bernd Wendeln gehört mit zu den Förderern
Ulrich Deppendorf, der das ARD-Hauptstadtstudio leitet, wiederum hielt dann die Laudatio auf die Ehrenpreisträgerin Gabriele Minz. Sie hat im Jahr 2000 das Festival europäischer Jugendorchester, die Young Euro Classic, maßgeblich realisiert und beispielsweise georgische Kulturtage, chinesische Oper und das Kasachstan-Jahr in Berlin professionell gemanagt. Nach Ansicht Deppendorfs trägt Minz zur Völkerverständigung bei. "Kultur für die Hauptstadt war ihr Ziel." Und dabei sei es nicht geblieben, "danach eroberte sie auch China." Für Deppendorf ist das Orchester auch ein politisches Zeichen. Minz habe für ihr "großes bürgerschaftliches Engagement" den Ehrenpreis "wahrlich verdient."

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